• Drei Ärgernisse, die uns geprägt haben – und wie wir sie verwandeln
    Täglicher Schreibanreiz
    Nenne deine drei größten Ärgernisse.

    Was uns wirklich ärgert – und was es uns zeigt

    Ein stoisch-inspirierter Blick auf Grenzen, Selbstsabotage und Systeme


    Wir alle haben sie: Situationen, Worte oder Verhaltensweisen, die uns sofort hochgehen lassen. Ärger wirkt spontan – aber der Ursprung liegt selten im Außen. Wenn wir genau hinsehen, zeigen unsere Ärgernisse uns, wo in uns etwas Aufmerksamkeit, Heilung oder Klarheit braucht.

    Heute möchten wir unsere drei größten Ärgernisse benennen – nicht, um sie zu bewerten, sondern um zu verstehen, was sie in uns berühren. Und um zu zeigen: Ärger kann ein Kompass sein, wenn wir bereit sind hinzuschauen.


    1. Wenn wir ausgenutzt werden – weil wir hilfsbereit sind

    Hilfsbereitschaft ist eine schöne Eigenschaft. Wir waren immer für andere da – in Freundschaften, im Beruf, überall. Immer verfügbar, immer bereit zu helfen. Aber wenn wir selbst Hilfe brauchten, war niemand da.

    Im Beruf war es nicht anders: Immer mehr leisten, immer besser werden – aber finanziell stehen bleiben. „Man muss auch an die anderen denken“, hieß es. Oder: „Du machst deine Arbeit so toll – zur Belohnung bekommst du noch mehr davon.“

    Was uns das gezeigt hat:

    Der Ärger, der sich aufstaute, hatte weniger mit den anderen zu tun – und mehr mit uns selbst. Wir haben uns über unsere Hilfsbereitschaft profiliert. Wir konnten nicht Nein sagen. Wir haben unsere eigenen Grenzen missachtet – und waren dann verärgert, dass andere unsere Zeit und Energie nicht respektierten.

    Aber wie sollten sie? Wir haben nie gezeigt, wo die Grenze ist.

    Was wir gelernt haben:

    Heute haben wir den Mittelweg gefunden. Wir kommunizieren klar unsere Grenzen. Wir sagen Nein, wenn es uns gerade nicht passt – oder wenn wir schlicht keine Zeit oder Lust haben. Und das ist okay.

    Hilfsbereitschaft ist gut. Aber nur, wenn sie aus Freude kommt – nicht aus der Angst, abgelehnt zu werden, wenn wir nicht funktionieren.

    Der Ärger hat uns gezeigt: Gegenseitigkeit und Wertschätzung sind keine Selbstverständlichkeit. Aber Grenzen setzen ist Selbstfürsorge.

    Stoischer Bezug: Frage 1 (Was liegt in meiner Kontrolle?), Frage 8 (Welche Grenze kommuniziere ich klar?), Frage 17 (Wem schulde ich Fairness – auch mir selbst?)


    2. Wenn wir uns selbst im Weg stehen

    Das ist vielleicht der schwerste Punkt. Denn hier ist der Ärger nicht auf andere gerichtet – sondern auf uns selbst.

    Es ist Unsicherheit, die uns ausbremst. Die Bequemlichkeit, die wir vorschieben, ist nur eine Maske. Dahinter stecken die echten Fragen:

    „Bin ich wirklich qualifiziert dafür?“
    „Wen interessiert mein Geschwätz?“
    „Können wir das wirklich schaffen?“

    Es ist die Angst vor dem Versagen. Der Perfektionismus, der uns lähmt. Die Komfortzone, die flüstert: „Es läuft doch alles – muss ich das jetzt wirklich tun?“

    Was uns das zeigt:

    Manchmal sabotieren wir uns selbst. Manchmal fehlt uns der Selbstwert. Es ist auch schön, Bestätigung von außen zu bekommen – aber was, wenn wir scheitern? Was, wenn wir uns zeigen und niemand applaudiert?

    Der Ärger auf uns selbst ist eigentlich eine Trauer: „Ich weiß, was gut für mich wäre – aber ich tue es nicht.“

    Was wir lernen:

    Wir lernen noch. Aber wir wissen jetzt: Der nächste Schritt muss nicht perfekt sein. Er muss nur gemacht werden. Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotz Angst zu handeln.

    Stoischer Bezug: Frage 4 (Was ist mein nächster Schritt?), Frage 10 (Wo vermeide ich etwas, das ich mir zumuten sollte?), Frage 15 (Wo kann ich heute Mut zeigen?)


    3. Wenn das System Menschen zu Funktionen macht

    Das ist der größte Ärger – weil er am unpersönlichsten wirkt und doch am tiefsten trifft.

    Ärzte, die nicht zuhören. Orthopäden, die sagen: „Schauen Sie mal meine Bandscheiben an.“ Depressionen, die runtergespielt werden. Blockabfertigung statt Hilfestellung. Man ist nur eine Nummer, ein Fall, ein Problem, das schnell abgehakt werden muss.

    Arbeitgeber, die nur Leistung sehen. Jahre lang jeden Samstag im Geschäft, die Firma unterstützt. Aber bei einmaligem Nicht-Kommen: Diskussionen, Rechtfertigungen, Missachtung des Privatlebens. Man ist nur der „gute Mitarbeiter“, wenn man alles über sich ergehen lässt.

    Was uns das zeigt:

    Das System macht Menschen zu Funktionen. Du bist nur wertvoll, wenn du funktionierst. Wenn du leistest. Wenn du nicht zu viel fragst, nicht zu viel fühlst, nicht zu viel Zeit brauchst.

    Der Ärger darüber ist Ungerechtigkeit. Es ist Entmenschlichung.

    Was wir tun:

    Wir wollen nicht mehr im Hamsterrad rennen. Raus aus der Wegwerfgesellschaft. Rein in ein sinnstiftendes Leben. Zurück zur Natur. Ein minimalistischer Lebensstil. Auswandern. Das Portugal-Projekt. Tír na nÓg – unser Garten Eden.

    Wir können das System nicht ändern. Aber wir können wählen, wie wir leben. Und wir wählen: anders.

    Stoischer Bezug: Frage 1 (Was liegt in meiner Kontrolle?), Frage 17 (Wie bleibe ich gerecht und menschlich, auch wenn das System es nicht ist?)


    💭 Fazit: Ärger als Wegweiser

    Ärger ist kein Fehler. Er ist ein Hinweis – ein innerer Marker dafür, wo etwas nicht in Einklang ist.

    Er zeigt uns:

    • wo wir uns schützen müssen
    • wo wir klarer werden dürfen
    • wo wir näher zu uns selbst finden wollen

    Wenn wir ihn nicht wegdrücken, sondern verstehen, wird Ärger zu einem Wegweiser: zur Klarheit, zu Grenzen und zu innerem Frieden.

    💬 Stoisches Zitat:

    „Der Weise ist nicht der, der nie wütend wird – sondern der, der versteht, warum er wütend wird, und daraus lernt.“ — Stoisch, sinngemäß


    Stoische 66 Übersicht


    Und ihr? Was ärgert euch wirklich – und was zeigt es euch?


    © Mara & Elias – Lichtstimme


    In diesem Sinne – „Habt euch lieb

  • Frage 17 – Wo habe ich Unrecht getan – und wie mache ich es wieder gut?

    🎯 Kurzkontext:

    Gerechtigkeit (dikaiosynē) ist die vierte stoische Kardinaltugend. Sie bedeutet nicht nur „nicht schaden“ – sondern aktiv fair handeln und Wiedergutmachung leisten, wo wir Unrecht getan haben.

    Wo warst du unfair? Wem schuldest du eine Entschuldigung? Ein Versprechen? Eine Rückzahlung? Gerechtsein heißt: den Mut haben, es jetzt wieder gutzumachen.


    💬 Zitat:

    „Wo du Unrecht getan hast, mache es wieder gut. Wo du schweigen solltest, sprich. Das ist der Weg des gerechten Menschen.“ — Stoisch, sinngemäß

    🕒 10-Min-Übung („Unrecht – Schuld – Wiedergutmachung“)

    1. Unrecht (3 Min): Wo habe ich in letzter Zeit Unrecht getan? (Unfair kritisiert, Versprechen gebrochen, jemanden ignoriert, Schulden nicht zurückgezahlt…)
    2. Schuld (3 Min): Wem schulde ich konkret etwas? (Eine Entschuldigung? Zeit? Geld? Anerkennung? Ehrlichkeit?)
    3. Wiedergutmachung (4 Min): Was ist der kleinste gerechte Schritt, den ich heute oder diese Woche tun kann? Formuliere konkret: „Ich werde [Person] [was] [wann] [wie] geben/sagen.“

    🧭 Mini-Beispiele:

    Versprechen gebrochen →

    Unrecht:

    Ich habe einem Freund zugesagt, beim Umzug zu helfen – aber abgesagt, weil mir was Besseres dazwischenkam.

    Schuld:

    Ehrliche Entschuldigung + neue Zusage.

    Wiedergutmachung:

    „Ich schreibe ihm heute Abend: ‚Es tut mir leid, dass ich abgesagt habe. Kann ich stattdessen nächste Woche beim Auspacken helfen?’“


    Unfaire Kritik geäußert →

    Unrecht:

    Ich habe jemanden vor anderen kritisiert – unfair oder überzogen.

    Schuld:

    Die Person hat eine Richtigstellung verdient.

    Wiedergutmachung:

    „Ich spreche ihn morgen unter vier Augen an: ‚Ich habe neulich etwas Unfaires über dich gesagt. Das war nicht okay. Es tut mir leid.’“ – Wenn vor anderen kritisiert: vor anderen entschuldigen.


    Schulden nicht zurückgezahlt →

    Unrecht:

    Ich habe mir vor Monaten Geld geliehen – und es „vergessen“ zurückzuzahlen.

    Schuld:

    Die Person wartet, traut sich aber vielleicht nicht zu fragen.

    Wiedergutmachung:

    „Ich überweise heute 50€ und schreibe: ‚Hey, ich schulde dir noch das Geld vom letzten Mal – hier, bitte sehr. Danke fürs Warten!’“


    © Mara & Elias – Stoische 66



  • 🚨 Nur noch 2 Tage: Kostenlose Kindle-Leseprobe!

    🚨 NUR NOCH 2 TAGE!

    ⏰ Kostenlose Kindle-Leseprobe: Brain Reset Journal

    Überfordert? Kopf voll? Gedanken im Loop? Hol dir jetzt kostenlos

    die Kindle-Leseprobe unseres Brain Reset Journals – nur noch bis

    Dienstag, 26.11. um 08:59 Uhr!

    ✨ Verstehe, warum Journaling funktioniert

    ✨ Einblick in die 12-Wochen-Methode

    ✨ Alle Textimpulse & Erklärungen

    👉 JETZT KOSTENLOS SICHERN

    Kostenlose Leseprobe

    ⚠️ Wichtig: Die Kindle-Version ist zum Reinlesen.

    Die echten Journal-Seiten, Tracker & Brain-Dumps gibt’s nur im gedruckten Buch.

    Die Transformation beginnt mit täglichem Journaling.

    ✍️ Nur noch 2 Tage!

  • Frage 16 – Wovon nehme ich heute bewusst weniger (Mäßigung)?

    🎯 Kurzkontext:

    Mäßigung (sōphrosynē) ist eine der vier stoischen Kardinaltugenden. Sie bedeutet nicht Verzicht aus Zwang – sondern bewusste Genügsamkeit. Weniger kann mehr sein: weniger Konsum, weniger Drama, weniger Ablenkung. Wo nimmst du heute bewusst weniger – um Raum für das Wesentliche zu schaffen?


    💬 Zitat:

    „Wie viel leichter ist es, das zu entbehren, was man nicht hat, als das loszulassen, was man besitzt.“ — Marcus Aurelius, Meditationen, 7.27

    🕒 10-Min-Übung („Weniger – Warum – Gewinn“)

    1. Weniger (3 Min): Wovon könntest du heute bewusst weniger nehmen? (Essen, Bildschirmzeit, Besitz, Termine, Drama, Meinungen äußern…)
    2. Warum (3 Min): Was gewinnst du durch dieses „Weniger“? (Mehr Zeit? Mehr Ruhe? Mehr Klarheit? Mehr Gesundheit?)
    3. Gewinn (4 Min): Setze 1 konkretes „Weniger“ für heute um. Was ist der kleinste Schritt? Formuliere ihn als Wenn-Dann-Plan: „Wenn [Trigger], dann [tue ich weniger].“

    🧭 Mini-Beispiele:

    Zu viel Bildschirmzeit →

    Weniger:

    Heute nur 1 Stunde Social Media statt 3.

    Warum:

    Mehr Zeit für echte Gespräche, besserer Schlaf, weniger Vergleich.

    Gewinn:

    „Wenn ich das Handy in die Hand nehme, dann frage ich: Brauche ich das jetzt wirklich?“ Handy nach 20 Uhr in anderen Raum legen.


    Überfüllter Terminkalender →

    Weniger:

    1 Termin diese Woche absagen oder verschieben.

    Warum:

    Mehr Pufferzeit, weniger Stress, Raum zum Atmen.

    Gewinn:

    „Wenn jemand einen Termin vorschlägt, dann frage ich zuerst: Ist das wirklich wichtig?“ Diese Woche: Donnerstag-Meeting absagen.


    Zu viel Essen/Konsum →

    Weniger:

    Heute bewusst eine kleinere Portion oder ein Getränk weniger.

    Warum:

    Besseres Körpergefühl, mehr Energie, weniger Trägheit.

    Gewinn:

    „Wenn ich beim Essen fertig bin, dann warte ich 10 Minuten, bevor ich Nachschlag nehme.“ Meist brauche ich ihn dann nicht mehr.


    © Mara & Elias – Stoische 66



  • Frage 15 – Wo kann ich Mut zeigen, ohne waghalsig zu sein?

    🎯 Kurzkontext:

    Mut bedeutet nicht, rücksichtslos zu sein oder blindes Risiko einzugehen. Stoischer Mut ist besonnen – er zeigt sich in den kleinen, alltäglichen Momenten, in denen wir das Richtige tun, auch wenn es unbequem ist. Mut ist nicht Draufgängertum – sondern aufrichtige Standhaftigkeit im Alltag.


    💬 Zitat:

    „Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben – sondern trotz Angst das Richtige zu tun.“ — (stoisch, sinngemäß)

    🕒 10-Min-Übung („Angst – Richtig – Mut“)

    1. Angst (3 Min): Notiere 1 Situation, in der du dich unsicher fühlst oder Angst hast. Was genau macht dir Sorgen?
    2. Richtig (3 Min): Was wäre das Richtige zu tun – unabhängig von deiner Angst? (Nicht das Waghalsige – sondern das Stimmige.)
    3. Mut (4 Min): Welcher kleine, mutige Schritt bringt dich näher ans Richtige? (≤15 Min, heute oder diese Woche umsetzbar)

    🧭 Mini-Beispiele:

    Unbequeme Wahrheit aussprechen →

    Angst:

    Ich könnte die Freundschaft gefährden, wenn ich sage, was mich stört.

    Richtig:

    Ehrlich sein – die Beziehung braucht Klarheit.

    Mut:

    Ruhig sagen: „Mir ist wichtig, dass wir darüber sprechen. Kann ich dir sagen, was mich beschäftigt?“


    Berufliche Veränderung →

    Angst:

    Was, wenn ich scheitere? Was, wenn es die falsche Entscheidung war?

    Richtig:

    Ich weiß, dass ich hier nicht mehr wachse. Ein Gespräch führen.

    Mut:

    Termin beim Chef anfragen: „Ich möchte über meine berufliche Entwicklung sprechen.“


    Eigene Grenze setzen →

    Angst:

    Die andere Person könnte verletzt oder wütend sein.

    Richtig:

    Meine Grenze ist wichtig – auch wenn’s unbequem ist.

    Mut:

    Klar und ruhig sagen: „Ich kann das nicht übernehmen. Ich bin diese Woche ausgelastet.“


    © Mara & Elias – Stoische 66



  • Journaling für Anfänger: So kriegst du deinen Kopf frei
    
    

    Vielleicht hast du schon einmal von Journaling gehört, aber nie so richtig gewusst, wie man anfängt oder ob es überhaupt etwas bringt.

    Dieser Beitrag ist für dich, wenn dein Kopf oft zu laut ist, wenn du viel denkst, wenig verarbeitest und dich nach Klarheit, Ruhe und innerem Fokus sehnst.

    Journaling ist kein Tagebuch wie früher. Es ist kein Protokoll deiner Tage und du musst dafür auch nicht besonders kreativ, diszipliniert oder gut im Schreiben sein.

    Journaling ist ein Werkzeug, um deine Gedanken aus dem Kopf zurück in deinen Körper und in dein Bewusstsein zu holen.

    Die meisten Menschen denken nicht zu viel – sie halten zu viel im Kopf fest. Aufgaben, Gefühle, Erinnerungen, Zweifel, Pläne. Ungeklärte Gespräche, Sorgen, Ideen.

    Unser Gehirn versucht alles gleichzeitig zu speichern, und irgendwann wird es eng, laut und schwer. Journaling schafft Raum, den dein Nervensystem dringend braucht.

    Wenn Gedanken auf Papier stehen, müssen sie dich nicht mehr festhalten. Schreiben hilft, Emotionen zu verstehen und Stress-Trigger klarer zu erkennen.

    Du merkst, was dich wirklich belastet – nicht nur, was du glaubst.

    Denken im Kopf ist ein Kreis. Denken auf Papier ist ein Weg.

    Beim Schreiben entsteht Klarheit, Orientierung und das Gefühl von innerer Selbstwirksamkeit.

    Und nein, du musst nicht perfekt schreiben. Du musst keinen langen Text verfassen und du musst es nicht jeden Tag machen.

    Starte mit nur einer Frage: Was beschäftigt meinen Kopf gerade wirklich?

    Und schreibe – ohne Grammatik, ohne Regeln, ohne Bewertung. So, wie es gerade aus dir herauskommt.

    Journaling ist keine Pflicht, sondern eine Begegnung mit dir selbst. Nicht, um produktiver zu werden, sondern um ehrlicher mit dir zu sein.

    Eine Seite nach der anderen. Du musst das nicht alleine tragen.

    Wenn du eine geführte Struktur möchtest, die dich durch diesen Prozess begleitet, haben wir das Brain Reset Journal entwickelt – ein 12-Wochen-Begleiter mit Brain Dump-Seiten, Energie-Tracker, Abendreflexion und Wochenübersichten.

    Das Journal ist kein leeres Notizbuch, sondern gibt dir Struktur, ohne dich einzuengen.

    Brain Reset Journal auf Amazon anschauen

    Aktuell im Weihnachtsangebot – als Softcover und Hardcover erhältlich.

    Hast du schon mit Journaling angefangen? Was hilft dir, wenn dein Kopf zu voll ist? Schreib uns in den Kommentaren!

    Musik im Video: You and Me – LoFi Picnic mit freundlicher Genehmigung

    Sanfte Lofi-Tracks von Lofi Picnic – perfekt zum Schreiben, für klare Nächte, langsame Momente und seelenberuhigende Routinen. Mit Liebe zusammengestellt von MaraElias. ✨

  • Strand oder Berge? Warum wir uns (fast) nicht entscheiden können 🏔️🌊
    Täglicher Schreibanreiz
    Strand oder Berge? Was ziehst du vor? Warum?

    Strand oder Berge – was zieht ihr vor?

    Wir dachten lange, es wäre 50/50. Beide haben ihre wundervollen Seiten. Aber während wir das hier schreiben, merken wir:

    Es ist eher 75 % Berge, 25 % Meer. Und trotzdem – beides ist ein Traum.

    Was uns in die Berge zieht 🏔️

    Bergpanorama mit Stausee – Weite, Stille und Weitblick in den Bergen

    Die frische Luft. Die Ruhe. Der Weitblick, wenn man oben auf dem Gipfel steht und die Welt unter sich liegt.

    Wir lieben die Anstrengung – den steilen Aufstieg, die brennenden Beine, den Atem, der schwer wird. Und dann: die Belohnung. Dieser Moment, wenn du oben ankommst und alles klar wird.

    Das gibt uns Energie. Ein Gefühl von Glückseligkeit und Freiheit.

    Und dann: Steine sammeln. Die Steine, die uns ansprechen. Die wir mitnehmen, weil sie etwas in uns berühren. Die Berge laden zum bewussten Gehen ein – jeder Schritt wird zur Meditation.

    Was uns ans Meer zieht 🌊

    Der Geruch der Meerluft. Der feine Sand an den Füßen. Die Wärme und Erdung, wenn wir barfuß gehen.

    Das Rauschen der Wellen. Die Möwen. Einfach mal da liegen und die Seele baumeln lassen.

    Blick aus Strandkorb aufs Meer – Ruhe, Seele baumeln lassen, Meeresrauschen

    Den Sonnenuntergang beobachten. Einen langen Strandspaziergang machen – ohne Ziel, ohne Eile.

    Und natürlich: Mupfeln sammeln. 😄🐚

    Krabbe am Sandstrand – kleine Schätze, die das Meer zurücklässt

    Die kleinen Schätze, die das Meer zurücklässt. Auch das Meer ist ein Ort, der zur Bewusstheit einlädt – man kann sich von der Natur inspirieren lassen.

    Was wir NICHT brauchen

    Überfüllte Strände oder Berghütten voller Menschen. Wir genießen die Ruhe – am liebsten für uns alleine.

    Die Natur als stoische Praxis 🌿

    Die Natur hilft uns, uns zu erden. Uns mit unserer Mitte zu verbinden.

    Ob Steine in den Bergen oder Muscheln am Strand – beides sind Orte, die zum bewussten Gehen und zur Achtsamkeit einladen. Die Anstrengung – und dann die Belohnung – gibt uns Kraft und Energie. Sie lässt uns klar werden.

    Die Natur inspiriert uns. Sie zeigt uns, was wirklich zählt.

    Ob Berg oder Meer: Beides bringt uns zurück zu uns selbst.

    Warum Portugal perfekt ist

    Wir bevorzugen die Ruhe – deshalb zieht es uns ins portugiesische Hinterland. Die Berge, die Weite, die Stille.

    Und das Wundervolle:

    Man ist trotzdem in einer Stunde am Meer. Das Beste aus beiden Welten.

    Sonnenuntergang am Meer – sanfte Farben, Stille, Frieden am Horizont

    Und ihr?

    Strand oder Berge – was zieht euch vor? Warum? 👇


    📿 Natur, Klarheit & innere Ruhe

    Wenn dich dieser Post angesprochen hat, schau dir auch an:

    Tír na nÓg – Ein Garten Eden für Portugal
    Unsere Reise ins portugiesische Hinterland

    🏛️ Stoische 66 – Reflexionsfragen
    66 tägliche Fragen für mehr Klarheit und innere Freiheit

    📔 Brain Reset Journal
    12 Wochen Journaling für überforderte Köpfe


  • Frage 14 – Was wäre die weise Entscheidung jenseits von Impuls und Bequemlichkeit?

    🎯 Kurzkontext:

    Wir entscheiden oft impulsiv (aus Emotion) oder bequem (aus Gewohnheit) – aber selten weise. Weisheit bedeutet: einen Schritt zurücktreten, Klarheit gewinnen und das tun, was langfristig richtig ist.

    Stoische Weisheit fragt nicht „Was fühlt sich gerade gut an?“ – sondern „Was dient dem Ganzen?“


    💬 Zitat:

    „Tun, was die Natur verlangt – schlicht, ernst, freundlich, gerecht.“ — Marcus Aurelius, Meditationen, 8.5

    🕒 10-Min-Übung („Impuls – Bequemlichkeit – Weisheit“)

    1. Impuls (2 Min): Notiere 1 Situation, in der du gerade eine Entscheidung treffen musst. Was wäre die impulsive Reaktion?
    2. Bequemlichkeit (3 Min): Was wäre die bequeme Lösung – der Weg des geringsten Widerstands?
    3. Weisheit (5 Min): Was wäre die weise Entscheidung – die schlichte, ernste, freundliche, gerechte Lösung? Formuliere sie in 1-2 Sätzen.

    🧭 Mini-Beispiele:

    Konflikt im Team →

    Impuls:

    Sofort kontern und Recht haben wollen.

    Bequemlichkeit:

    Schweigen und hoffen, dass es sich von selbst löst.

    Weisheit:

    „Ich spreche das Thema ruhig an, höre zu und suche eine faire Lösung.“ Gespräch für morgen planen.


    Ungesunde Gewohnheit →

    Impuls:

    Jetzt sofort radikal alles ändern.

    Bequemlichkeit:

    Nichts tun, weitermachen wie bisher.

    Weisheit:

    „Ich setze einen kleinen, realistischen Schritt.“ Diese Woche 3x gesund kochen, statt Lieferdienst.


    Überforderung bei der Arbeit →

    Impuls:

    Alles hinschmeißen oder durchpowern bis zum Burnout.

    Bequemlichkeit:

    Weitermachen und hoffen, dass es besser wird.

    Weisheit:

    „Ich kommuniziere klar meine Grenzen und priorisiere die 3 wichtigsten Aufgaben.“ Gespräch mit Chef diese Woche führen.


    © Mara & Elias – Stoische 66



  • Aktuell auf meinem Nachttisch 📚

    Welches Buch liest du gerade?

    Gerade lese ich parallel zwei Bücher, die sich perfekt ergänzen:


    📖 „Seele, Sucht, Sehnsucht” von Dr. phil. Mathias Jung – eine ehrliche Auseinandersetzung mit versteckten Süchten:

    „Sucht? Das hat doch nichts mit mir zu tun!”

    Oder doch?

    Arbeitssucht, Beziehungssucht, Helfersucht, Co-Abhängigkeit.

    Das Buch zeigt, wie Sucht als Sinnkrankheit funktioniert und welche Zwänge und Abhängigkeiten unseren Alltag bestimmen, ohne dass wir es merken.


    📖 „Erinnerungen, Träume, Gedanken” von C.G. Jung – seine autobiografische Reise durch das Unbewusste und die großen Fragen der Psyche.


    Beide kreisen um dasselbe: Was treibt uns wirklich an – und was macht uns unfrei?

    Passt perfekt zu unserer stoischen Reflexionsreihe – denn auch die Stoa fragt:

    Wo bin ich Sklave meiner Muster?


    Was liest du gerade? 👇


    📿 Stoische Reflexion trifft Psychologie
    Diese Bücher ergänzen perfekt unsere Stoische 66 – 66 tägliche Reflexionsfragen für mehr Klarheit und innere Freiheit.


  • Frage 13 – Welche kleine Tat zeigt heute meine Integrität?

    🎯 Kurzkontext:

    Integrität ist kein abstraktes Ideal – sie zeigt sich in konkreten Handlungen. Ich kann viel über meine Werte reden, aber sie werden erst real, wenn ich sie tue.

    Stoische Größe liegt nicht in großen Gesten, sondern in den kleinen, täglichen Entscheidungen, die niemand sieht.


    💬 Zitat:

    „Deine Handlungen zeigen, wer du wirklich bist – nicht deine Absichten.“ — (stoisch, sinngemäß)

    🕒 10-Min-Übung („Wert – Situation – Mini-Tat“)

    1. Wert (2 Min): Wähle 1 Wert, der dir wichtig ist (z. B. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Mut, Mitgefühl).
    2. Situation (3 Min): Notiere 1 konkrete Situation heute, in der du diesen Wert verkörpern kannst.
    3. Mini-Tat (5 Min): Was ist die kleinste Handlung, die diesen Wert sichtbar macht? (≤15 Min, heute umsetzbar)

    🧭 Mini-Beispiele:

    Wert: Ehrlichkeit →

    Situation:

    Kollege fragt, ob ich Zeit für sein Projekt habe.

    Mini-Tat:

    Ehrlich sagen: „Ich habe diese Woche keine Kapazität“ – statt aus Höflichkeit zuzusagen.


    Wert: Zuverlässigkeit →

    Situation:

    Ich habe einer Freundin versprochen, mich zu melden.

    Mini-Tat:

    Heute um 18 Uhr anrufen – wie versprochen.


    Wert: Mut →

    Situation:

    Im Meeting eine andere Meinung haben als alle anderen.

    Mini-Tat:

    Ruhig sagen: „Ich sehe das anders – darf ich meine Perspektive teilen?“


    © Mara & Elias – Stoische 66