Es war einer dieser Übergangsmomente – zwischen einem langen Atemzug und dem nächsten.
Zwischen Anspannung und einer Ahnung von Frieden.
Ich stand am Fenster, der Regen klopfte leise an die Scheibe, und in mir formte sich ein Gedanke:
Was, wenn jetzt die Zeit ist?
Die Zeit, zu hören. Nicht auf das, was laut ist – Termine, Zweifel, das Rattern des Alltags –
sondern auf das, was flüstert.
Was nicht nach Antworten verlangt, sondern nach Wahrhaftigkeit.
🜃 Der Körper – unser Anker
Der Körper lügt nicht.
Er zieht sich zurück, wenn wir uns selbst verlieren.
Er zeigt uns den Preis der Anpassung – oft lange, bevor wir ihn verstehen.
In den letzten Monaten sprach mein Körper auf vielen Wegen:
Ein ständiges Ziehen im Genick, als trüge ich Lasten, die nicht meine sind.
Nächte, in denen ich stundenlang wach lag – nicht wach im Geist, sondern aufgewühlt im Innersten.
Tage, an denen schon der Morgen zu viel war.
Eine bleierne Antriebslosigkeit, die nicht durch Motivation zu vertreiben war.
Ich habe versucht, es zu ignorieren.
Doch mein Körper blieb hartnäckig.
Bis ich verstand:
Er will nicht mehr funktionieren.
Er will echt sein.
Heute beginne ich jeden Morgen mit einem einfachen Ritual:
Fünf Minuten Ma Bu. Fünf Minuten TaiQi.
Nicht als Übung. Sondern als Rückkehr.
Meine Füße spüren die Erde, mein Atem wird weich, meine Achse aufgerichtet.
In dieser stillen Bewegung sagt mein Körper oft mehr als Worte.
Nicht immer kommt eine klare Antwort.
Aber jedes Mal kommt ein bisschen mehr Verbindung.
Und das genügt.
🜄 Der Geist – unser Navigator
Der Geist liebt Strukturen. Aber nicht nur das.
Er liebt Geld, weil es Sicherheit verspricht.
Er liebt Macht, weil sie Kontrolle gibt.
Er liebt es, beschäftigt zu sein – weil Stille ihn an das erinnert, was er nicht kontrollieren kann.
Er möchte abgelenkt werden. Von To-do-Listen, von Problemen, von Zielen.
Und er flüstert Sätze, die sich festgesetzt haben wie alte Programme:
„Du musst leisten, um wertvoll zu sein.“
„Wenn du loslässt, verlierst du alles.“
„Erst wenn alles geregelt ist, darfst du dich spüren.“
Ich kenne diese Stimmen gut.
Sie waren lange mein innerer Standard.
Aber irgendwann merkte ich:
Sie sind nicht wahr.
Sie sind gelernt.
Als mein Geist begann, die Kontrolle zu verlieren, wurde er nervös.
Doch ich begann still zu werden.
Ich setzte mich in Stille, meditierte, legte die Hände auf mein Herz, auf meinen Solarplexus –
Reiki floss.
Nicht, um etwas zu reparieren – sondern um einfach da zu sein.
Ich schrieb. Nicht, um zu analysieren – sondern um leer zu werden.
Und mit jedem Atemzug, jedem Lichtstrom, jedem Satz wurde etwas klarer:
Ich brauche keine Kontrolle über das Leben.
Ich brauche eine Verbindung zu mir selbst.
🜁 Die Seele – unsere leise Stimme
Meine Seele spricht nicht oft in Worten.
Meist flüstert sie – durch Bilder, durch Körperempfindungen, durch ein Gefühl, das bleibt, wenn alles andere verstummt.
In den letzten Monaten wurde ein Bild immer klarer:
offene Horizonte, staubige Wege unter der Sonne,
ein anderes Land – und wir, Mara & Elias, mittendrin.
Barfuß. Echt. Entkleidet von allem, was wir nicht mehr sind.
Erst war es nur ein leises Ziehen.
Dann ein inneres Drängen, das keine Argumente brauchte.
Und irgendwann war da diese tiefe Gewissheit:
Wir gehen nicht weg – wir kommen zurück.
Nicht aus Flucht.
Sondern aus Rückkehr in unsere Wahrheit.
Diese Stimme verlangt nichts.
Aber sie bleibt.
So lange, bis wir bereit sind, sie zu leben.
🜂 Wenn alle drei Stimmen sich berühren
Ich habe gelernt, dass Einklang nicht Gleichschritt bedeutet.
Es bedeutet: Jeder Anteil darf gehört werden.
Der Körper darf müde sein.
Der Geist darf zweifeln.
Die Seele darf führen.
Ein einfaches Ritual begleitet mich seither:
Hand auf Herz. Hand auf Bauch.
Atmen.
Und still fragen:
Körper, was darf sich lösen?
Geist, was darf still werden?
Seele, wohin willst du mich rufen?
Ich lausche. Nicht immer kommt eine Antwort.
Aber oft: ein Frieden, der sagt: Jetzt ist gut. Jetzt ist wahr.
💫 Fazit: Der Ruf, den wir nicht mehr überhören
Wo hörst du dich heute am lautesten?
Vielleicht ist es dein Körper, der nach Entlastung ruft.
Dein Geist, der aufgeben will zu kontrollieren.
Oder deine Seele, die längst weiß, dass der nächste Schritt kein Konzept, sondern ein Bekenntnis ist.
Für uns zeigt sich der Weg inzwischen klar:
✨ Portugal – nicht als Ziel, sondern als gelebter Ausgangspunkt.
Ein Land, das uns ruft.
Ein Ort, an dem Körper, Geist und Seele neu in Beziehung treten.
🌞 Sonne – für Verwirklichung
💗 Venus – für Liebe & Verbundenheit
🗣 Merkur – für klare, wahre Kommunikation
→ All diese Linien begegnen uns dort. In der Astrokartografie – und in unserem Leben.
🌿 Portugal ist unser Herzort.
Jakobsweg-Einstieg.
Rückverbindung.
Ein bewusstes Nein zu „noch mehr schaffen, um noch mehr zu besitzen“.
Ein leises, kraftvolles Ja
zur Natur, zur Einfachheit, zur Seele.

