Epiktet über die Pause zwischen Reiz und Reaktion
Leitfrage:
„Kann ich innehalten, bevor ich reagiere?“
📌 Kurzkontext
Der stoische Atem ist keine Atemübung. Er ist eine Unterbrechung. Wenn du merkst, dass du die Kontrolle verlierst – gereizt bist, überfordert, kurz vor einer Reaktion, die du bereuen wirst – machst du eine bewusste Pause.
Epiktet lehrte: „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt deine Freiheit.“ Diese 30 Sekunden sind dieser Raum der Wahl.
💬 Zitat
„Was dich aus der Ruhe bringt, ist nicht das Ereignis selbst, sondern deine Bewertung davon.“
nach Epiktet
⏱️ Wie geht’s?
Dauer: 30 Sekunden
1. Stopp (5 Sekunden)
Sobald du merkst: „Ich verliere die Kontrolle“ – halte inne.
Nicht denken. Nur stoppen.
2. Drei bewusste Atemzüge (20 Sekunden)
Atme langsam ein.
Atme langsam aus.
Wiederhole zweimal.
Zähle nicht. Spüre nur.
3. Entscheidung (5 Sekunden)
Frage dich:
„Will ich so reagieren?“
Nicht: „Sollte ich?“
Sondern: „Will ich?“
🎯 Warum tut man das?
Weil du zwischen Reiz und Reaktion nur wenige Sekunden hast. Wenn du sie nicht nutzt, reagierst du automatisch – aus Gewohnheit, aus Emotion, aus Impuls.
Der stoische Atem schafft keinen neuen Gedanken. Er schafft einen Raum, in dem du wählen kannst. Du atmest nicht, um ruhig zu werden. Du atmest, um frei zu werden – frei zu wählen, wie du handelst.
💡 Beispiel
Situation 1:
Jemand sagt etwas Verletzendes. Du spürst, wie Wut hochkommt.
Statt sofort zurückzuschießen:
- Stopp. Drei Atemzüge.
- „Will ich jetzt verletzend sein?“
- Vielleicht ja. Vielleicht nein. Aber du hast gewählt.
Situation 2:
Du bist im Meeting, jemand kritisiert deine Arbeit, du fühlst dich angegriffen.
Statt dich zu rechtfertigen:
- Stopp. Drei Atemzüge.
- „Will ich jetzt verteidigen oder zuhören?“
- Du entscheidest. Nicht dein Impuls.
✅ Deine Aufgabe heute
Nutze den stoischen Atem heute EINMAL.
Wenn du merkst: „Ich verliere die Kontrolle.“
Stopp. Drei Atemzüge. Frage.
30 Sekunden.
Ein Raum.
Deine Wahl.
🏛️ Stoische Weisheit
Epiktet unterschied zwischen dem, was auf dich zukommt, und dem, wie du darauf antwortest. Das erste kannst du nicht kontrollieren. Das zweite schon. Aber nur, wenn du innehältst.
Der stoische Atem ist keine Entspannungstechnik. Er ist ein Werkzeug der Selbstführung. Du unterbrichst die automatische Kette von Reiz → Emotion → Reaktion. Du setzt einen bewussten Moment dazwischen.
Marcus Aurelius schrieb: „Du hast Macht über deinen Geist – nicht über äußere Ereignisse. Erkenne dies, und du wirst Stärke finden.“ Drei Atemzüge. Ein Moment der Wahl. Das ist Freiheit.
💚 Morgen
Morgen übst du Urteile prüfen – eine kurze Selbstbefragung, wenn du merkst, dass du etwas als „schlimm“ oder „gut“ bewertest. Du lernst, deine eigenen Bewertungen zu hinterfragen.
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