Frage 60 – Was sind meine 3 Kernwerte – lebe ich sie?

🎯 Kurzkontext:

Ohne Kompass bist du verloren. Ohne Werte auch. Du kannst beschäftigt sein, produktiv wirken, jeden Tag etwas tun – und trotzdem nirgendwo ankommen. Weil du nicht weißt, wohin du eigentlich willst.

Seneca sagte:

„Wenn ein Mensch nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, ist kein Wind der richtige.“

Die Stoiker wussten: Ein gutes Leben braucht Klarheit. Nicht über Ziele (die ändern sich), sondern über Werte. Werte sind das, was bleibt, wenn alles andere wackelt. Sie sind dein innerer Kompass. Dein Fundament. Deine Antwort auf die Frage: „Wofür stehe ich – egal was passiert?“

Die stoische Frage ist: „Was sind meine 3 Kernwerte – und lebe ich sie wirklich?“ Nicht: Welche Werte klingen gut. Sondern: Welche Werte leiten tatsächlich meine Entscheidungen? Und wenn nicht – warum nicht?


💬 Zitat:

„Wenn ein Mensch nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, ist kein Wind der richtige.“ — Seneca

🕒 10-Min-Übung („Meine 3 Kernwerte definieren“)

  1. Liste 5-7 Werte auf, die dir wichtig sind (3 Min): Was ist dir wirklich wichtig im Leben? (Z.B.: Ehrlichkeit, Freiheit, Familie, Wachstum, Mitgefühl, Mut, Gesundheit, Kreativität, Gerechtigkeit – schreibe spontan auf)
  2. Reduziere auf die Top 3 (4 Min): Welche 3 sind absolut unverzichtbar? (Stell dir vor, du müsstest alle anderen aufgeben – welche 3 bleiben übrig? Das sind deine Kernwerte)
  3. Ehrlichkeits-Check (3 Min): Frage bei jedem der 3: „Lebe ich das wirklich – oder wünsche ich nur, es wäre mir wichtig?“ (Sei brutal ehrlich: Zeigen deine Entscheidungen der letzten Woche diese Werte?)

🧭 Mini-Beispiele:

Wert 1: EHRLICHKEIT →

Die Frage: „Lebe ich das wirklich?“

Ehrlicher Check:
„Letzte Woche habe ich meinem Chef gesagt, die Arbeit sei ‚fast fertig‘, obwohl ich noch nicht angefangen hatte. Ich habe gesagt ‚alles okay‘, obwohl ich gestresst war. Ich habe mir selbst gesagt ‚morgen fange ich an‘ – und es nicht getan.“

Erkenntnis:
„Ich WILL ehrlich sein – aber ich lebe es nicht konsequent. Besonders nicht mit mir selbst.“

Nächster Schritt:
„Diese Woche: einmal bewusst die Wahrheit sagen, auch wenn’s unangenehm ist.“

Seneca: Erkenne die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit.


Wert 2: FREIHEIT →

Die Frage: „Lebe ich das wirklich?“

Ehrlicher Check:
„Ich sage, Freiheit ist mir wichtig – aber ich scrolle jeden Abend 2 Stunden durch Instagram. Ich sage Ja zu Dingen, die ich nicht will, aus Angst vor Ablehnung. Ich verschiebe meine Träume, weil ‚ich muss erst…‘.“

Erkenntnis:
„Ich bin nicht frei – ich bin Sklave meiner Gewohnheiten, Ängste und unbewussten Muster.“

Nächster Schritt:
„Diese Woche: einmal bewusst NEIN sagen zu etwas, das nicht meiner Freiheit dient. Handy abends weglegen.“

Seneca: Freiheit ist nicht, was du hast – sondern wie du lebst.


Wert 3: WACHSTUM →

Die Frage: „Lebe ich das wirklich?“

Ehrlicher Check:
„Ich sage, Wachstum ist mir wichtig – aber ich lese seit Wochen kein Buch mehr. Ich mache die gleichen Fehler. Ich vermeide unbequeme Gespräche. Ich bleibe in meiner Komfortzone.“

Erkenntnis:
„Ich rede über Wachstum – aber ich wachse nicht wirklich. Ich stagniere bequem.“

Nächster Schritt:
„Diese Woche: eine Sache tun, die mich herausfordert. Ein Gespräch führen, das ich vermeide. Etwas Neues lernen.“

Seneca: Wachstum braucht Unbequemlichkeit – sonst ist es nur Wunschdenken.


💡 Stoische Reflexion:

Die Stoiker hatten vier Kardinalstugenden:

Weisheit
Gerechtigkeit
Mut
Mäßigung


Das waren ihre Kernwerte.

Ihr Fundament.

Ihr Hafen.


Egal was passierte:

  • Krieg
  • Verlust
  • Verrat
  • Erfolg

Sie fragten sich:

„Handle ich weise?“

„Handle ich gerecht?“

„Handle ich mutig?“

„Handle ich maßvoll?“


Wenn ja:

→ Guter Tag.


Wenn nein:

→ Korrigieren.

→ Morgen besser.


Das war ihr Kompass.

Einfach.

Klar.

Unveränderlich.


Seneca sagt:

„Wenn du nicht weißt, welchen Hafen du ansteuerst…“


Was ist dein Hafen?


Nicht:

„Ich will erfolgreich sein.“

Das ist kein Hafen – das ist Nebel.


Sondern:

„Ich will integer sein.“

Das ist ein Hafen.


Weil:

Erfolg kannst du nicht kontrollieren.

Integrität schon.


Erfolg hängt von außen ab.

Integrität hängt von innen ab.


Erfolg kann dir genommen werden.

Integrität nicht.


Das ist der stoische Trick:

Werte = das, was du kontrollieren kannst.


Nicht:

„Ich will geliebt werden.“

→ Außerhalb deiner Kontrolle.


Sondern:

„Ich will liebevoll sein.“

→ In deiner Kontrolle.


Nicht:

„Ich will reich werden.“

→ Außerhalb deiner Kontrolle.


Sondern:

„Ich will großzügig sein.“

→ In deiner Kontrolle.


Siehst du den Unterschied?


Ziele sind außen.

Werte sind innen.


Ziele können scheitern.

Werte kannst du immer leben.


Deshalb:

Werte sind dein Fundament.


Marcus Aurelius:

„Du hast Macht über deinen Geist – nicht über äußere Ereignisse. Erkenne dies, und du wirst Stärke finden.“


Deine Werte = dein Geist.

Deine Umstände = äußere Ereignisse.


Du kannst die Umstände nicht immer ändern.

Aber du kannst immer nach deinen Werten handeln.


Beispiel:

Du verlierst deinen Job.


Außerhalb deiner Kontrolle.

Schmerzhaft.

Schwer.


Aber:

Kannst du dabei integer bleiben?

Kannst du dabei mutig bleiben?

Kannst du dabei weise bleiben?


Ja.

Das kannst du.


Und wenn du es tust:

Hast du nicht versagt.

Selbst wenn du den Job verloren hast.


Weil dein Hafen nicht war:

„Den Job behalten.“


Sondern:

„Integer sein.“


Und das hast du geschafft.


Das ist stoische Freiheit.


Seneca:

„Es ist nicht der Mann, der zu wenig hat, der arm ist – sondern der, der nach mehr verlangt.“


Übersetzt:

Nicht der ist glücklich, der viel erreicht –
sondern der, der nach seinen Werten lebt.


Weil:

Erreichen kann scheitern.

Nach Werten leben – kannst du immer.


Jetzt die schwere Frage:


„Lebe ich meine Werte wirklich?“


Nicht:

„Welche Werte klingen gut?“


Sondern:

„Welche Werte zeigen sich in meinen Entscheidungen?“


Beispiel:

Du sagst:

„Familie ist mir wichtig.“


Aber:

Du arbeitest 60 Stunden die Woche.

Du bist abends zu müde zum Reden.

Du verpasst Geburtstage.


Dann ist Familie NICHT dein Kernwert.

Dann ist es Erfolg. Oder Anerkennung. Oder Angst zu versagen.


Und das ist okay.

Aber sei ehrlich.


Weil nur Ehrlichkeit dir hilft, zu ändern.


Seneca:

„Wir leiden mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.“


Übersetzt:

Wir leiden, weil wir nicht wissen, wer wir wirklich sind.


Wir sagen:

„Gesundheit ist mir wichtig“

Und essen Fast Food.


Wir sagen:

„Wachstum ist mir wichtig“

Und schauen Netflix.


Wir sagen:

„Ehrlichkeit ist mir wichtig“

Und lügen uns selbst an.


Das ist kognitive Dissonanz.

Und sie macht uns krank.


Die Lösung:

Entweder:

1) Ändere dein Verhalten

(Lebe deine Werte wirklich)


Oder:

2) Ändere deine Werte

(Gib zu, dass dir etwas anderes wichtiger ist)


Aber bleib nicht in der Mitte.

Das zerreißt dich.


Marcus Aurelius:

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“


Und die Beschaffenheit deiner Gedanken:

Hängt davon ab, ob du weißt, wofür du stehst.


Wenn du keine Klarheit hast:

Wird jede Entscheidung zur Qual.


„Soll ich das tun? Oder das?“

„Was ist richtig?“

„Was will ich wirklich?“


Aber wenn du deine 3 Kernwerte kennst:

Wird jede Entscheidung einfacher.


Nicht leicht.

Aber einfacher.


Beispiel:

Dein Chef bietet dir eine Beförderung.

Aber du müsstest umziehen.

Weg von deiner Familie.


Ohne Werte:

„Was soll ich tun? Karriere? Familie? Geld?“

→ Chaos.


Mit Werten:

„Mein Kernwert ist Familie.“

→ Klarheit.

→ Nein zur Beförderung.


Oder:

„Mein Kernwert ist Wachstum.“

→ Klarheit.

→ Ja zur Beförderung.


Beides ist richtig.

Solange es zu DEINEN Werten passt.


Das ist Freiheit:

Nicht jede Option haben.

Sondern wissen, welche zu dir passt.


Seneca:

„Wenn du dich an keine Richtung hältst, wirst du nirgendwo ankommen.“


Deine 3 Kernwerte:

Sind deine Richtung.


Nicht 10.

Nicht 20.

3.


Warum?


Weil du nicht für alles stehen kannst.

Du musst wählen.


Was ist dir WIRKLICH wichtig?

Wenn du nur 3 Dinge haben könntest?


Das sind deine Kernwerte.


Und dann:

Richte dein Leben danach aus.


Nicht perfekt.

Aber bewusst.


Jeden Tag fragen:

„Habe ich heute nach meinen Werten gelebt?“


Wenn ja:

Guter Tag.


Wenn nein:

Warum nicht?

Was kann ich morgen anders machen?


Das ist stoische Praxis.

Das ist das Fundament.


Die Frage:

„Was sind meine 3 Kernwerte – lebe ich sie?“


Die Antwort:

Finde sie.

Definiere sie.

Lebe sie.


Jeden Tag.

Bewusst.

Unbeugsam.


Seneca:

„Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben.“


Übersetzt:

Werte sind nicht zum Reden da –
sondern zum Leben.


Also:

Lebe sie.

Jetzt.


💬 COMMUNITY-BEISPIEL: FRIEDEN

Auf Wunsch von Pettersson – Danke für die Inspiration!

Ein Leser bat uns, die Übung am Beispiel „Frieden“ durchzuspielen. Hier ist sie:

WERT: FRIEDEN

Die Frage: „Lebe ich das wirklich?“

Ehrlicher Check: „Ich sage, Frieden ist mir wichtig – aber ich scrolle jeden Abend durch Nachrichten, die mich aufwühlen. Ich liege nachts wach und grübel über Dinge, die ich nicht ändern kann. Ich kämpfe ständig gegen mich selbst: gegen meine Fehler, gegen meine Ängste, gegen das Gefühl, nie genug zu sein. Ich sage, friedliches Miteinander ist mir wichtig – aber ich gehe in jeden Konflikt mit Verteidigungshaltung. Ich trage Groll mit mir herum, statt loszulassen. Ich vermeide schwierige Gespräche, statt sie zu klären. Ich sage, ich will im Frieden mit mir sein – aber mein innerer Kritiker ist gnadenlos. Ich verurteile mich für jeden Fehler. Ich bin mein größter Feind.“

Erkenntnis: „Ich WILL Frieden – aber ich lebe ihn nicht konsequent. Weder mit mir selbst, noch mit anderen, noch mit der Welt. Ich investiere mehr Energie in Unfrieden (Grübeln, Groll, Selbstkritik) als in Frieden (Loslassen, Vergebung, Selbstmitgefühl).“

Nächster Schritt: „Diese Woche – drei konkrete Übungen: Einmal bewusst stoppen, wenn die Gedanken kreisen. Tief atmen. Mir sagen: ‚Das liegt nicht in meiner Kontrolle. Ich lasse los.‘ Ein schwieriges Gespräch führen, das ich vermeide. Oder: Jemandem vergeben – nicht für ihn, sondern für meinen eigenen Frieden. Einmal bewusst freundlich zu mir selbst sein. Bei einem Fehler sagen: ‚Ich bin ein Mensch. Ich lerne. Das ist genug.’“

Marcus Aurelius sagt: „Nirgends finden wir eine so friedliche Zuflucht als in der eigenen Seele.“ Epiktet ergänzt: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns – sondern unsere Meinungen über die Dinge.“ Und Seneca: „Erkenne die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit – dann kannst du sie schließen.“

Warum diese Übung funktioniert: Du definierst konkret, was Frieden für dich bedeutet. Du erkennst ehrlich die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Und du gehst kleine, barmherzige Schritte – keine Perfektion, sondern bewusste Übung.

Hast du auch eine Frage? Welches Thema bewegt dich? Schreib uns – wir freuen uns auf den Austausch!


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„Wenn ein Mensch nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, ist kein Wind der richtige.“ — Seneca


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4 Antworten zu „Frage 60 – Was sind meine 3 Kernwerte – lebe ich sie?”.

  1. Avatar von Pettersson

    Danke für den Beitrag.

    Wir sind unser Leben lang auf dem Weg und als Menschen auch unvollkommen. Ich finde es wichtig, sich von der Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht entmutigen zu lassen.

    Mir hat es im ersten Schritt geholfen mich selbst besser kennenzulernen. Deine Übungen können auf diesem Weg bestimmt viele Erkenntnisse liefern.

    Der zweite Schritt ist jedoch mindestens ebenso wichtig: Barmherzig mit dem Vorgefundenen „Selbst“ umzugehen.

    Wenn der zweite Schritt gelingt, fällt der dritte Schritt leichter: Der barmherzige Umgang mit Menschen, die nicht den eigenen Ansprüchen entsprechen.

    Einen Wunsch hätte ich noch an Dich: Könntest Du Deine Übung für mich am Beispiel „Frieden“ erläutern?

    Gefällt 1 Person

    1. Avatar von Mara-Elias-Energy-Soul-Wellness

      💬 Lieber Pettersson,
      vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar und deine Frage! Du hast nach einem konkreten Beispiel gefragt – hier ist die Übung aus Frage 60 am Beispiel „Frieden“ als Kernwert:

      🕊️ WERT: FRIEDEN
      Die Frage: „Lebe ich das wirklich?“

      Ehrlicher Check:

      Innerer Frieden:
      „Ich sage, Frieden ist mir wichtig – aber ich scrolle jeden Abend durch Nachrichten, die mich aufwühlen. Ich liege nachts wach und grübel über Dinge, die ich nicht ändern kann. Mein Kopf dreht sich im Kreis. Ich kämpfe ständig gegen mich selbst: gegen meine Fehler, gegen meine Ängste, gegen das Gefühl, nie genug zu sein.“

      Äußerer Frieden:
      „Ich sage, friedliches Miteinander ist mir wichtig – aber ich gehe in jeden Konflikt mit Verteidigungshaltung. Ich trage Groll mit mir herum, statt loszulassen. Ich vermeide schwierige Gespräche, statt sie zu klären. Ich bin schnell gereizt, wenn andere nicht meinen Erwartungen entsprechen.“

      Mit mir selbst:
      „Ich sage, ich will im Frieden mit mir sein – aber mein innerer Kritiker ist gnadenlos. Ich verurteile mich für jeden Fehler. Ich vergleiche mich ständig mit anderen. Ich bin mein größter Feind.“

      Erkenntnis:
      „Ich WILL Frieden – aber ich lebe ihn nicht konsequent. Weder mit mir selbst, noch mit anderen, noch mit der Welt. Ich investiere mehr Energie in Unfrieden (Grübeln, Groll, Selbstkritik) als in Frieden (Loslassen, Vergebung, Selbstmitgefühl).“

      Nächster Schritt:
      Diese Woche – drei konkrete Übungen:

      1. Innerer Frieden:
      „Einmal bewusst stoppen, wenn die Gedanken kreisen. Tief atmen. Mir sagen: ‚Das liegt nicht in meiner Kontrolle. Ich lasse los.’“

      2. Äußerer Frieden:
      „Ein schwieriges Gespräch führen, das ich vermeide. Oder: Jemandem vergeben – nicht für ihn, sondern für meinen eigenen Frieden.“

      3. Frieden mit mir:
      „Einmal bewusst freundlich zu mir selbst sein. Bei einem Fehler sagen: ‚Ich bin ein Mensch. Ich lerne. Das ist genug.’“

      → Marcus Aurelius: „Nirgends finden wir eine so friedliche Zuflucht als in der eigenen Seele – vorausgesetzt, man trägt in sich die rechten Grundsätze.“
      → Epiktet: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns – sondern unsere Meinungen über die Dinge.“
      → Seneca: „Erkenne die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit – dann kannst du sie schließen.“

      💡 WARUM DIESE ÜBUNG FUNKTIONIERT:
      1. KONKRET STATT ABSTRAKT
      „Frieden“ klingt schön – aber was heißt das für dich?
      Die Übung zwingt dich, konkret zu werden:

      „Frieden ist für mich: Nachts ruhig schlafen.“
      „Frieden ist für mich: Nicht mehr diese Spannung im Bauch bei Konflikten.“
      „Frieden ist für mich: Mit mir im Reinen sein.“

      → Erst wenn du weißt, was Frieden FÜR DICH bedeutet, kannst du ihn leben.

      2. EHRLICHKEIT SCHAFFT KLARHEIT
      Die Lücke zwischen „Ich will Frieden“ und „Ich lebe Unfrieden“ zu sehen, tut weh.
      Aber sie ist heilsam.
      Seneca: „Wir leiden mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.“
      Solange du dir vorgaukelst, du lebst bereits in Frieden, kannst du nichts ändern.
      → Ehrlichkeit ist der erste Schritt zur Veränderung.

      3. KLEINE SCHRITTE STATT PERFEKTION
      Nicht: „Ab morgen bin ich perfekt friedlich!“
      Sondern: „Diese Woche übe ich einmal bewusst.“
      Epiktet: „Wenn du vom Weg abkommst, kehre ruhig zurück. Verharre nicht im Selbstvorwurf.“
      Marcus Aurelius: „Sei freundlich zu dir selbst. Du bist ein Mensch.“
      → Kleine Schritte. Barmherzig. Beständig.

      🏛️ DEINE DREI SCHRITTE + STOISCHE PRINZIPIEN:
      Du hast in deinem Kommentar drei Schritte beschrieben, die perfekt zur stoischen Lehre passen:

      1. Sich selbst kennenlernen = Selbsterkenntnis (Gnōthi seauton)
      „Erkenne dich selbst“ – Sokrates & die Stoiker
      Die Übung fragt: „Was bedeutet Frieden FÜR MICH?“
      Das ist Selbsterkenntnis.

      2. Barmherzig mit sich selbst = Selbstmitgefühl
      „Sei freundlich zu dir – du bist ein Mensch“ – Marcus Aurelius
      Die Übung fragt: „Wo darf ich unperfekt sein?“
      Das ist Selbstmitgefühl.

      3. Barmherzig mit anderen = Oikeiosis (Verbundenheit)
      „Menschen sind füreinander geboren“ – Marcus Aurelius
      Die Übung fragt: „Kann ich vergeben? Kann ich loslassen?“
      Das ist Mitgefühl.
      → Du hast die stoische Lehre perfekt zusammengefasst!

      💚 ZUSAMMENFASSUNG:
      Wenn „Frieden“ dein Kernwert ist:
      Schritt 1: Definiere ihn konkret (Was ist ER für dich?)
      Schritt 2: Prüfe ehrlich (Lebst du ihn wirklich?)
      Schritt 3: Handle barmherzig (Kleine Schritte, keine Perfektion)

      Jeden Tag fragen:
      „Habe ich heute nach Frieden gelebt?“
      Wenn ja:
      „Gut. Weiter so.“
      Wenn nein:
      „Warum nicht? Was kann ich morgen anders machen?“
      → Das ist stoische Praxis.

      🙏 DANKE FÜR DEINEN IMPULS!
      Dein Kommentar hat uns inspiriert. Deine drei Schritte (Selbsterkenntnis → Selbstmitgefühl → Mitgefühl mit anderen) sind nicht nur weise – sie sind zutiefst stoisch.
      Genau dafür ist diese Serie da: Gemeinsam die stoische Weisheit im Alltag entdecken.

      Alles Gute auf deinem Weg! 💚
      — Mara & Elias

      Gefällt 1 Person

      1. Avatar von Pettersson

        Wow. Gänsehaut. Ich dachte ich sei schon weit auf dem Weg, aber eure Übung hat mir gezeigt: Da geht noch was! DANKE! Segen geht raus…

        Gefällt 1 Person

      2. Avatar von Mara-Elias-Energy-Soul-Wellness

        Lieber Pettersson,

        WOW – danke für diese Rückmeldung! 💚

        „Da geht noch was“ – genau DAS ist die stoische Haltung!
        Wir sind alle auf dem Weg. Immer.

        Deine Frage hat auch uns inspiriert.
        Danke, dass du Teil dieser Reise bist! 🙏

        Segen zurück! ✨

        — Mara & Elias

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