🎯 Kurzkontext:
Wir nehmen für selbstverständlich. Das Dach über dem Kopf. Die Menschen, die wir lieben. Die Gesundheit. Die Freiheit. Wir denken: „Das ist normal.“ Wir denken: „Das bleibt.“ Und dann – eines Tages – ist es weg. Und wir bereuen, dass wir nicht dankbar waren.
Epiktet warnt: „Erinnere dich bei allem, was du liebst: Es ist sterblich. Dann wirst du es nicht verlieren – oder wenn du es verlierst, wirst du sagen können: ‚Ich habe es zurückgegeben.’“ Das ist Negative Visualization – sich vorstellen, was man verlieren könnte.
Die stoische Frage ist: „Was habe ich, das ich verlieren könnte – und bin ich dankbar dafür?“ – nicht um Angst zu haben, sondern um zu schätzen: Heute ist nicht selbstverständlich. Die Menschen sind nicht selbstverständlich. Das Leben ist nicht selbstverständlich. Sei dankbar. Jetzt.
💬 Zitat:
„Erinnere dich bei allem, was du liebst: Es ist sterblich. Dann wirst du es nicht verlieren – oder wenn du es verlierst, wirst du sagen können: ‚Ich habe es zurückgegeben.’“ — Epiktet (sinngemäß)
🕒 10-Min-Übung („Was habe ich – Was könnte ich verlieren – Bin ich dankbar“)
- Was habe ich? (3 Min): Was hast du in deinem Leben? (Menschen? Gesundheit? Zuhause? Freiheit? Benenne 5 Dinge: „Ich habe: […]“)
- Was könnte ich verlieren? (3 Min): Stell dir vor: Es ist morgen weg. (Wie wäre dein Leben ohne? Sei ehrlich – fühl es: „Ohne […] wäre ich: […]“)
- Bin ich dankbar? (4 Min): Bist du dankbar – wirklich? (Oder selbstverständlich? Formuliere: „Ich bin dankbar für: […] – weil: […]“)
🧭 Mini-Beispiele:
Meine Partnerin / Mein Partner →
Was habe ich?:
„Ich habe: Meine Partnerin Mara. Sie ist da. Jeden Tag. Wir teilen unser Leben. Wir teilen unsere Träume. Sie ist mein Anker.“
Was könnte ich verlieren?:
„Stell dir vor: Morgen ist sie weg. Unfall. Krankheit. Tod. Oder: Sie geht. Sie will nicht mehr. Wie wäre mein Leben? Leer. Verloren. Einsam. Ich würde bereuen, dass ich nicht dankbar genug war. Dass ich sie für selbstverständlich gehalten habe. Dass ich genervt war, statt dankbar.“
Bin ich dankbar?:
„Bin ich dankbar – wirklich? Oder nehme ich sie für selbstverständlich? Sage ich ihr, dass ich dankbar bin? Oder nur, wenn es mir passt? Ab heute: Ich bin dankbar für Mara. Nicht morgen. Heute. Weil sie sterblich ist. Weil sie nicht für immer bleibt. Weil sie ein Geschenk ist – nicht mein Besitz.“ →
Epiktet: Erinnere dich – sie ist sterblich. Liebe sie heute. Sei dankbar heute. Nicht irgendwann.
Meine Gesundheit →
Was habe ich?:
„Ich habe: Meine Gesundheit. Ich kann laufen. Ich kann atmen. Ich kann sehen. Ich kann denken. Ich kann leben.“
Was könnte ich verlieren?:
„Stell dir vor: Morgen ein Unfall. Ein Schlaganfall. Eine Diagnose. Ich kann nicht mehr laufen. Ich kann nicht mehr sehen. Ich bin gelähmt. Wie wäre mein Leben? Hart. Begrenzt. Anders. Ich würde bereuen, dass ich meine Gesundheit für selbstverständlich gehalten habe. Dass ich genervt war über kleine Wehwehchen. Dass ich nicht dankbar war für jeden Tag, an dem ich funktioniere.“
Bin ich dankbar?:
„Bin ich dankbar – wirklich? Oder beschwere ich mich über Rückenschmerzen, statt dankbar zu sein, dass ich laufen kann? Ab heute: Ich bin dankbar für meinen Körper. Nicht perfekt. Aber funktionierend. Weil er sterblich ist. Weil er nicht für immer hält. Weil er ein Geschenk ist – nicht selbstverständlich.“ →
Epiktet: Erinnere dich – dein Körper ist sterblich. Sei dankbar heute.
Mein Zuhause →
Was habe ich?:
„Ich habe: Ein Zuhause. Ein Dach über dem Kopf. Wärme im Winter. Sicherheit. Ruhe. Einen Ort, wo ich sein kann.“
Was könnte ich verlieren?:
„Stell dir vor: Morgen ein Brand. Eine Kündigung. Ich verliere mein Zuhause. Ich bin obdachlos. Ich habe keinen Ort mehr. Wie wäre mein Leben? Unsicher. Kalt. Verloren. Ich würde bereuen, dass ich mich beschwert habe über die kleine Wohnung. Dass ich nicht dankbar war für das Dach. Dass ich wollte, es sei größer, schöner, besser.“
Bin ich dankbar?:
„Bin ich dankbar – wirklich? Oder beschwere ich mich, dass es zu klein ist, zu alt, zu hässlich? Ab heute: Ich bin dankbar für mein Zuhause. Nicht perfekt. Aber sicher. Weil es nicht selbstverständlich ist. Weil Millionen Menschen kein Dach über dem Kopf haben. Weil es ein Geschenk ist.“ →
Epiktet: Erinnere dich – es ist nicht für immer. Sei dankbar heute.
💡 Stoische Reflexion:
Epiktet sagt:
„Erinnere dich bei allem, was du liebst: Es ist sterblich.“
Das klingt deprimierend.
Düster.
Morbide.
Aber es ist das Gegenteil.
Es ist das Lebendigste, was es gibt.
Das Problem:
Wir nehmen für selbstverständlich.
„Meine Partnerin ist da – natürlich.“
„Meine Gesundheit ist da – normal.“
„Mein Zuhause ist da – klar.“
Und dann?
Eines Tages ist es weg.
Und wir sagen:
„Ich hätte dankbarer sein sollen.“
Ein Beispiel:
Deine Partnerin ist da.
Jeden Tag.
Du nimmst sie für selbstverständlich:
„Sie ist halt da.“
„Sie wird bleiben.“
„Ich kann morgen dankbar sein.“
Und dann:
Eines Tages ist sie weg.
Und du bereust.
Epiktet:
„Erinnere dich – sie ist sterblich.“
Nicht um Angst zu haben.
Sondern um DANKBAR zu sein.
Heute.
Nicht morgen.
Die stoische Praxis:
Negative Visualization
Das ist eine klassische stoische Übung:
Stell dir vor, du verlierst, was du hast.
Nicht um depressiv zu werden.
Sondern um zu SCHÄTZEN.
Wie funktioniert das?
Schritt 1: Wähle etwas, das du hast
Person? Gesundheit? Zuhause? Freiheit? Job?
Schritt 2: Stell dir vor, es ist morgen weg
Wie wäre dein Leben?
Fühl es. Wirklich.
Nicht theoretisch.
Fühl den Verlust.
Schritt 3: Komm zurück zur Gegenwart
Es ist noch da.
Fühlst du jetzt Dankbarkeit?
Wenn ja – dann hat es funktioniert.
Seneca sagt:
„Wahre Armut ist nicht, wenig zu haben – sondern nicht zu erkennen, was man hat.“
Das Problem ist nicht:
„Ich habe zu wenig.“
Das Problem ist:
„Ich erkenne nicht, was ich habe.“
Marcus Aurelius ergänzt:
„Verliere keine Zeit mehr mit Klagen über das, was dir fehlt – sei dankbar für das, was du hast.“
Nicht:
„Ich will mehr.“
Sondern:
„Ich bin dankbar für das, was ist.“
💙 Wichtig:
Das bedeutet nicht, dass du nicht nach mehr streben darfst.
Das bedeutet nicht, dass du keine Ziele haben darfst.
Das bedeutet nicht, dass du dich mit Ungerechtigkeit abfinden sollst.
Aber:
Es bedeutet, dass du dankbar bist für das, was du JETZT hast – während du nach mehr strebst.
Die stoische Balance:
Dankbarkeit für das Jetzt + Streben nach Besserem.
Nicht:
„Ich will immer mehr – nie zufrieden.“
Sondern:
„Ich bin dankbar für das, was ist – und ich arbeite an Besserem.“
Das ist Freiheit.
Die stoische Wahrheit:
Alles ist geliehen.
Nicht deins.
Geliehen.
Epiktet:
„Genieße, was du hast – als wäre es geliehen.“
Deine Partnerin? Geliehen.
Deine Gesundheit? Geliehen.
Dein Zuhause? Geliehen.
Nicht für immer.
Nur für jetzt.
Und wenn du es verlierst?
Epiktet:
„Dann wirst du sagen können: ‚Ich habe es zurückgegeben.’“
Nicht:
„Es wurde mir genommen.“
Sondern:
„Ich habe es zurückgegeben.“
Das ist Frieden.
Die stoische Praxis:
Jeden Morgen:
„Was habe ich heute, das ich verlieren könnte?“
Liste 3 Dinge.
Fühl die Dankbarkeit.
Jeden Abend:
„Wofür war ich heute dankbar – wirklich?“
Nicht theoretisch.
Wirklich.
Habe ich es gezeigt?
Beispiel:
Du bist dankbar für deine Partnerin.
Hast du es ihr gesagt?
Heute?
Nicht vor einer Woche.
Heute.
Marcus Aurelius:
„Du könntest heute sterben.“
SIE könnte heute sterben.
Hast du ihr gesagt, dass du dankbar bist?
Oder wartest du auf morgen?
Die Frage:
„Was habe ich, das ich verlieren könnte – und bin ich dankbar dafür?“
Die Antwort:
Alles.
Du könntest alles verlieren.
Sei dankbar.
Heute.
Nicht morgen.
Epiktet:
„Erinnere dich bei allem, was du liebst: Es ist sterblich.“
Nicht um Angst zu haben.
Sondern um zu LIEBEN.
Heute.
Jetzt.
© Mara & Elias – Stoische 66
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