Ein gesundes neues Jahr 2026!
🌅 Wir wünschen euch allen ein gesundes neues Jahr!
Wir hoffen, ihr seid gut reingerutscht – ob mit großer Party oder ruhig zu Hause, ob mit Feuerwerk oder ohne, ob mit Vorsätzen oder ohne.
Heute ist der 1. Januar 2026.
Der Tag, an dem wir sagen: „Dieses Jahr wird alles anders!“
Wir nehmen uns vor:
Mehr Sport. Weniger Stress. Gesünder essen. Grenzen setzen. Endlich durchziehen.
Und dann?
14. Januar.
Der Vorsatz ist tot.
Das Gym-Abo ungenutzt.
Die Ernährung wieder chaotisch.
Die Grenzen wieder verwischt.
„Nächstes Jahr wird alles anders!“
Wird es nicht.
Außer wir ändern, WIE wir es angehen.
Heute schreiben wir über Stoisches Neujahr:
✅ Wie stoische Philosophen mit Jahreswechseln umgingen (griechisch + römisch)
✅ Warum Vorsätze scheitern (wissenschaftlich belegt)
✅ Wie wir wirklich durchziehen (Stoizismus + Verhaltenspsychologie)
✅ Unser Jahresrückblick 2025 (Mara & Elias – ehrlich, rau, echt)
✅ Was wir 2026 anders machen – und was wir euch wünschen
Kein Bullshit.
Keine „Neues Jahr, neues Ich“-Show.
Sondern: Wie wir werden, wer wir sein wollen.
🏛️ Stoizismus: Eine Philosophie – keine Nationalität
Wichtig vorweg: Stoizismus ist eine Philosophie, keine Nationalität.
Ursprung: Griechisch
Der Stoizismus wurde um 300 v. Chr. in Athen von Zenon von Kition gegründet. Er lehrte in der Stoa Poikile (der „bunten Säulenhalle“) – daher der Name „Stoizismus“.
Frühe griechische Stoiker: Zenon, Chrysippos, Kleanthes.
Römische Stoiker (sehr bekannt):
Später wurde der Stoizismus im Römischen Reich populär – durch:
- Seneca (römischer Philosoph, Staatsmann)
- Epiktet (griechischer Sklave, der im römischen Reich lehrte)
- Marcus Aurelius (römischer Kaiser)
Also: Stoiker können Griechen oder Römer sein. Stoizismus ist die Philosophie – nicht die Nationalität.
🏛️ Wie stoische Philosophen mit Neujahr umgingen
Die römischen Stoiker (Seneca, Epiktet, Marcus Aurelius) lebten in einer Kultur, die am 1. Januar Neujahr feierte – die Kalenden des Januar.
Römisches Neujahr: Kalenden, Geschenke, gute Omen
Der 1. Januar war im Römischen Reich der offizielle Jahresbeginn – die „Kalenden des Januar“ (Kalenden = der erste Tag eines Monats, daher unser Wort „Kalender“).
1) Glücks- und Omen-Logik
Man startete „günstig“ ins Jahr: gute Worte, gute Zeichen, gutes Tun. Die Idee: Wie du ins Jahr startest, so läuft es.
Ovid (römischer Dichter) beschreibt Neujahr in seinen Fasti als Tag von guten Wünschen und symbolischen Gaben. (Ovid, Fasti, Buch 1)
2) Strenae – Neujahrsgeschenke
Die Römer tauschten „strenae“ aus – kleine Geschenke und Glücksbringer. (Wikipedia: Janus)
Seneca (römischer Stoiker!) erwähnt explizit den Neujahrstag und dass Leute „strenae“ erwarten. (Seneca, Epistulae Morales)
Aber:
Die römischen Stoiker (Seneca, Marcus, Epiktet) lebten in dieser Kultur – aber ihre Perspektive auf „Vorsätze“ war radikal anders.
💭 Stoische Perspektive auf Vorsätze: Nicht mehr vornehmen – werden
Die Stoiker hatten keine Zeit für „Neues Jahr, neues Ich“-Show.
Ihr Kern: Tugend, Charakter, tägliche Praxis – statt einmal im Jahr große Ankündigungen.
Epiktet: „Ab jetzt“
Epiktet (griechischer Stoiker, lebte als Sklave im römischen Reich) sagt:
„Von jetzt an… lebe wie ein Erwachsener.“
Nicht:
„Am 1. Januar fange ich an.“
Sondern:
„Jetzt.„
Fortschritt zeigt sich in Praxis – nicht in Ankündigungen. (Epiktet, Discourses)
Marcus Aurelius: Weniger reden, mehr tun
Marcus Aurelius (römischer Kaiser, Stoiker) schreibt:
„Waste no more time arguing what a good man should be. Be one.“
„Verschwende keine Zeit damit darüber zu sprechen ein guter Mensch zu sein, sondern sei einer.„
— Meditations 10.16 (Marcus Aurelius, Meditations)
Nicht:
„Ich nehme mir vor, ein guter Mensch zu sein.“
Sondern:
„Ich bin einer. Jetzt.„
Und er erinnert uns:
„Du könntest heute sterben. Lass das die Art bestimmen, wie du handelst.“
— Meditations 2.11 (Marcus Aurelius, Meditations)
Memento Mori.
Du hast keine Zeit für „nächstes Jahr“.
Du hast heute.
Seneca: Täglicher Check-in statt Jahres-Hype
Seneca (römischer Stoiker) beschreibt eine tägliche Selbstprüfung – einen Tagesrückblick:
„Der Geist sollte täglich geprüft werden… ich lasse den Tag Revue passieren…“
— De Ira, Buch III, XXXVI (Seneca, De Ira)
Nicht einmal im Jahr:
„Was will ich nächstes Jahr ändern?“
Sondern jeden Abend:
„Was habe ich heute gut gemacht? Was würde ich anders machen?“
Das ist stoische Praxis.
Täglich.
Nicht einmal im Jahr.
💔 Warum Neujahrsvorsätze scheitern (wissenschaftlich belegt)
Wir alle kennen es:
Gestern Abend: „Dieses Jahr wird alles anders!“
In 13 Tagen: Vorsatz tot.
Warum?
1) Gewohnheiten brauchen viel länger als 14 Tage
Die bekannte Lally-Studie (2010) zeigt:
Automatisierung einer Gewohnheit dauert im Schnitt deutlich länger als 14 Tage – oft viele Wochen oder Monate. (Lally et al., 2010)
Nicht:
„21 Tage, dann ist es automatisch.“
Sondern:
„Wochen. Monate. Mit Rückschlägen.“
2) Vage Vorsätze scheitern – konkrete Pläne funktionieren
„Ich will mehr Sport machen.“ = vage, scheitert.
„Montag, Mittwoch, Freitag um 7 Uhr: 20 Min Joggen.“ = konkret, funktioniert.
Gollwitzer (1999) nennt das „Implementation Intentions“ – Wenn-Dann-Pläne:
„Wenn Situation X, dann mache ich Y.“
Das funktioniert. (Gollwitzer, 1999)
3) Kontext ist der Hebel – nicht nur Willenskraft
Gewohnheiten werden stark durch Kontext-Trigger gesteuert: Ort, Zeit, Abfolge. (Wood & Neal, 2007)
Stoische Übersetzung:
„Mach es dir leicht, tugendhaft zu handeln.“
Bau deine Umgebung so, dass das Richtige die Default-Option wird.
Beispiel:
Du willst mehr lesen?
Nicht: „Ich nehme mir vor, mehr zu lesen.“
Sondern: Leg das Buch auf deinen Nachttisch. Leg dein Handy in einen anderen Raum.
Kontext > Willenskraft.
4) Rückfall ist Teil des Prozesses
Verhaltensänderung läuft zyklisch: Versuche, Rückfälle, neue Versuche.
Prochaska et al. (1992) zeigen: Viele „New Year resolvers“ berichten mehrere Jahre Anläufe, bevor sie es länger halten. (Prochaska et al., 1992)
Das bedeutet:
Rückfall ≠ Scheitern.
Rückfall = Teil des Prozesses.
Nicht aufgeben. Weitermachen.
💪 Wie wir wirklich durchziehen (Stoizismus + Verhaltenspsychologie)
Okay. Vorsätze scheitern.
Aber was funktioniert?
1) Nicht „vornehmen“ – werden
Epiktet: „Ab jetzt.“
Marcus: „Be one.“
Nicht:
„Ich nehme mir vor, ab heute…“
Sondern:
„Ich bin ab heute…“
Identität > Ziel.
Nicht: „Ich will Sport machen.“
Sondern: „Ich bin jemand, der sich bewegt.“
Nicht: „Ich will gesünder essen.“
Sondern: „Ich bin jemand, der auf seinen Körper achtet.“
Identität zieht Verhalten nach sich.
2) Täglich, nicht jährlich
Seneca: Tägliche Selbstprüfung.
Nicht einmal im Jahr:
„Was will ich dieses Jahr ändern?“
Sondern jeden Abend:
„Was habe ich heute gut gemacht? Was würde ich anders machen?“
Tägliche Reflexion > jährliche Vorsätze.
3) Wenn-Dann-Pläne (konkret, messbar)
Nicht: „Ich will mehr meditieren.“
Sondern: „Montag bis Freitag, 7:00 Uhr, 10 Minuten Meditation, bevor ich Kaffee mache.“
Wenn-Dann-Plan:
„Wenn ich morgens aufstehe (Situation), dann meditiere ich 10 Min (Verhalten).“
Das funktioniert.
4) Kontext bauen (nicht nur Willenskraft)
Nicht: „Ich muss mich zusammenreißen.“
Sondern: „Ich mache es mir leicht.“
Beispiele:
✅ Du willst gesünder essen? → Gesunde Snacks sichtbar stellen. Ungesundes verstecken.
✅ Du willst mehr lesen? → Buch auf Nachttisch. Handy in anderen Raum.
✅ Du willst Sport machen? → Sportklamotten am Abend vorher rauslegen.
Kontext > Willenskraft.
5) Klein anfangen (lächerlich klein)
Nicht: „Ich laufe ab jetzt jeden Tag 10 km.“
Sondern: „Ich laufe ab jetzt jeden Tag 5 Minuten.“
5 Minuten.
Nicht 10 km.
Weil: 5 Minuten schaffst du auch an schlechten Tagen. Und dann wird es zur Gewohnheit.
Klein anfangen > groß scheitern.
6) Rückfall ist OK – weitermachen ist stoisch
Prochaska et al.: Rückfall ist Teil des Prozesses.
Marcus Aurelius:
„Du bist gefallen? Steh auf. Fang neu an.“
Nicht:
„Ich habe versagt. Ich gebe auf.“
Sondern:
„Ich bin gefallen. Ich stehe auf. Weiter.“
Das ist Stoizismus.
💜 Jahresrückblick 2025 – Mara & Elias
Ein Jahr, in dem wir uns aus „Funktionieren“ herausgeschält haben – hin zu Heilung, Klarheit und einem Leben, das wirklich zu uns passt.
🌟 HÖHEN 2025
1) Vision wurde konkret: Portugal / Tír na nÓg
Aus „irgendwann“ wurde ein konkretes Zukunftsbild:
Land. Autarkie. Permakultur. Spirituelles Zentrum. Community. Projekte mit Sinn.
Wir haben dem Traum einen Namen, ein Narrativ, eine Richtung gegeben.
Das ist riesig – weil es Entscheidungen bündelt.
2) Struktur statt Chaos
Wir haben unsere Marken- und Projektlandschaft strukturiert:
ME | MaraElias (Dachmarke) + Submarken (Digital Essence, MEdia Vibes, EnergySoulWellness).
Wir haben mehrere Produkte und Formate wirklich angeschoben:
Mandala-Module, Klarer Kopf/ADHS-Planer, KI-Buch-Projekt, Content/Shorts, Brain Reset Journal, Coaching.
Wir sind von Chaos zu Systemen gegangen.
💔 TIEFEN 2025
1) Körper & Nervensystem haben laut „Stopp“ gesagt
Blutdruck-Thema. Überforderung. Psychische Belastung.
Und dann die Erfahrung, dass eine Maßnahme nicht passend war.
Das war nicht „Scheitern“.
Das war ein schmerzhafter, aber klarer Datenpunkt:
Wir brauchen passende Hilfe – psychosomatisch, traumasensibel, nicht nur symptom-orientiert.
2) Beziehung unter Druck
Wenn Stress hochgeht, zeigen sich alte Schutzmuster:
Distanz. Rückzug. Missverständnisse.
Aber:
Wir wollen Rückverbindung statt Drama.
Das ist Reife.
3) Große Lebensbaustellen parallel
Haus/Verkauf/Administration. Job-Fragen. Gesundheit. Selbstständigkeit. Zukunftsland.
Das ist eine Last, die viele nicht gleichzeitig tragen könnten.
💪 UNSER FORTSCHRITT (der oft übersehen wird)
1) Wir sind ehrlicher geworden – zu uns selbst
Weg vom „wir müssen funktionieren“
→ hin zu „was stimmt wirklich für uns?“
Das ist der wichtigste Schritt überhaupt.
2) Wir haben Struktur gebaut, die neurodivergenzfreundlicher ist
Workflows. Wochenstruktur-Ideen. Trello-Logik. Modulare Produktstruktur.
Wir sind von Chaos zu Systemen gegangen.
3) Wir haben unser Wirken geerdet
Nicht nur Spiritualität. Nicht nur Business.
Sondern diese seltene Mischung:
Bedeutung + Umsetzung.
🙏 UNSERE JAHRESLEKTIONEN
1) Das Nervensystem lügt nicht.
Wenn es „Nein“ schreit, ist „Durchziehen“ keine Tugend.
2) Vorsätze sind keine Motivationsthemen, sondern Umgebungs- und Prozess-Themen.
Kontext > Willenskraft.
3) Ein Leben, das zu uns passt, braucht weniger Kraft – und mehr Ausrichtung.
Wir kämpfen nicht mehr gegen uns selbst.
Wir bauen ein Leben, das passt.
🌅 Abschied vom alten Jahr: Was lassen wir zurück?
Was wir 2025 zurückgelassen haben:
❌ „Wir müssen funktionieren“ → Wir dürfen sein.
❌ „Durchhalten ist Tugend“ → Grenzen setzen ist Tugend.
❌ „Wir müssen alles alleine schaffen“ → Wir dürfen Hilfe annehmen.
❌ „Mehr ist besser“ → Weniger, aber passend ist besser.
Wofür wir dankbar sind:
✅ Für unsere Beziehung – die hält, auch wenn es schwer ist.
✅ Für unseren Körper – der uns warnt, bevor wir zusammenbrechen.
✅ Für unsere Vision – die uns Richtung gibt.
✅ Für die Menschen, die uns sehen – wie unsere Community.
Was wir mitnehmen:
💚 Klarheit – wir wissen, was wir wollen.
💚 Mut – wir gehen unseren Weg, auch wenn er nicht „normal“ ist.
💚 Struktur – wir haben Systeme gebaut, die tragen.
💚 Heilung – wir sind auf dem Weg.
🎆 2026: Unser Wort fürs Jahr
Unser Wort für 2026:
„REGULATION“
Nicht Kampf. Sondern Regulation.
Nicht Durchziehen. Sondern Ausrichtung.
Nicht Überfluss. Sondern Passung.
Unsere 3 Prioritäten 2026:
1) Stabilisierung Gesundheit & Nervensystem
Ambulant passend. Nachhaltig. Alltagstauglich.
Nicht mehr stationär.
Sondern passend.
2) Einnahmequellen schlank & realistisch
1–2 Fokusprodukte + 1 Serviceangebot.
Nicht 10 Baustellen.
Sondern Fokus.
3) Portugal-Vision in Etappen
Kleine Schritte. Klare Meilensteine.
Nicht „alles auf einmal“.
Sondern Schritt für Schritt.
💚 Unsere Neujahrswünsche an euch
Wir wünschen euch für 2026:
💚 Dass ihr euch erlaubt, euch zu regulieren – statt nur zu funktionieren.
💚 Dass ihr euch erlaubt, Grenzen zu setzen – auch wenn andere „Durchhalten“ erwarten.
💚 Dass ihr euch erlaubt, klein anzufangen – statt groß zu scheitern.
💚 Dass ihr euch erlaubt, Rückfälle zu haben – und trotzdem weiterzumachen.
💚 Dass ihr euch erlaubt, ein Leben zu bauen, das zu euch passt – nicht eines, das andere erwarten.
Das ist stoisch.
Das ist echt.
Das ist Leben.
🌅 Ein letztes Wort
Heute ist der 1. Januar 2026.
Neues Jahr, neues Ich?
Nein.
Neues Jahr, mehr ich.
Mehr ehrlich. Mehr echt. Mehr reguliert.
Nicht perfekt.
Aber echt.
Marcus Aurelius:
„Waste no more time arguing what a good man should be. Be one.“
Seneca:
„Der Geist sollte täglich geprüft werden.“
Epiktet:
„Von jetzt an.“
2026:
Nicht vornehmen.
Werden.
Von Herzen:
Danke, dass ihr hier seid.
Danke, dass ihr mit uns geht.
Danke, dass ihr echt seid.
Auf ein Jahr der Regulation, der Klarheit, des Muts.
Auf ein Jahr, das zu euch passt.
Ein gesundes neues Jahr 2026! 🌅
💚 Mara & Elias
📚 Quellen
Antike / Römisches Neujahr:
- Ovid, Fasti, Buch 1 (poetryintranslation.com)
- Seneca, Epistulae Morales (Attalus)
- Wikipedia: Janus / Kalenden (Wikipedia)
Stoische Praxis:
- Seneca, De Ira, Buch III, XXXVI (Wikisource)
- Epiktet, Discourses (Scaife Perseus)
- Marcus Aurelius, Meditations (MIT Classics)
Verhaltenspsychologie:
- Gollwitzer (1999): Implementation Intentions (Uni Konstanz)
- Lally et al. (2010): Habit Formation (Wiley Online Library)
- Wood & Neal (2007): Habits & Habit-Goal Interface (PubMed)
- Prochaska et al. (1992): How People Change (PDF)
© Mara & Elias – Lichtstimme
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„Was du täglich übst, wird Teil von dir.“ — Seneca

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